Chemie-Ausflug mit der 9c ins MINTARIUM

Am 10. Juni waren wir, die Klasse 9c, Frau Seibt (die Arbeitsassistentin unserer Chemielehrerin) und Frau Dr. Heinsohn im Schülerforschungslabor des LI (Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen)in Mümmelmannsberg. Unser Aufenthalt dort im Labor ging von 9.00 Uhr morgens bis 13.30 Uhr mittags. Wir mussten, trotz des warmen Wetters aus Sicherheitsgründen, lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen.

Thema des Schülerforschungstages war „Redox, Ryzen und Rembrandt – einfache und fotochemische Oberflächenbehandlung von Metallen“. Das Ätzen von Metalloberflächen findet sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens, sei es bei der Herstellung von Computerplatinen z.B. für Prozessoren, in der Werkzeugindustrie oder in der Kunst. In dieser Veranstaltung wurden drei dieser Verfahren praktisch erprobt. Die Redoxreaktionen, die hinter diesen Verfahren stecken, wurden entschlüsselt, erklärt und theoretisch nachbearbeitet und jede Schülerin und jeder Schüler konnte am Ende mit eigenhändig bearbeiteten Werkstücken nach Hause fahren.

Wir wurden von einer ehemaligen Chemielehrerin, die jetzt Mitarbeiterin des MINTariums ist, begleitet. Es waren drei Stationen aufgebaut, die jeweils doppelt vorhanden waren. Bei weitgehend selbstständiger experimenteller Arbeit lernten wir die Methoden und Werkzeuge des Ätzens kennen. In der Auswertung der Experimente erklärten wir die Vorgänge mit Elektronenübergängen. Wir sprachen darüber als Donator-Akzeptor-Reaktionen, bzw. als Redox-Reaktionen.

Wir ca. 24 Schüler und Schülerinnen haben uns auf insgesamt sechs Experimetierstationen verteilt, also jeweils zu viert zusammengearbeitet. An der ersten Station ging es um das Prinzip der Kupferradierung. So hat auch Rembrandt in seiner Kunst gearbeitet. An der zweiten Station um fotochemisches Ätzen, also die Übertragung einer Vorlage auf ein Werkstück aus Messing. Die Mitarbeiterin des MINTarium hat ein spezielles Klassenfoto aufgenommen, das wir dann auf das Metallstück übertragen konnten. Wir konnten auch selbst eine Vorlage entwerfen oder andere schon vorhandene Vorlagen nutzen. An der der dritten Station ging es um elektrolytisches Ätzen von Edelstahl. Es gab einen Plotter, auf dem wir Worte schreiben konnten, die wir dann anschließend auf eine Edelstahlplatte mit Hilfe von Strom hineinätzten.

Im Chemieunterricht hatten wir als Vorbereitung auf den Ausflug zum Schülerforschungslabor des MINTariums Oxidation und Redoxreaktion und das Donator- / Akzeptor-Konzept besprochen.